AUSSTELLUNGEN
Sonderausstellung Film
film.geschichte:
„Wenn ich sonntags in mein Kino geh'“. Ton – Film – Musik 1929-1933
2: Tonfilmoperette
1929, in der Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm, kreierte die deutsche Filmindustrie die Tonfilmoperette. In Filmen wie DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930, Wilhelm Thiele) wird gesungen und getanzt, wobei die Gesangseinlagen, ähnlich wie bei der Bühnenoperette, in die Handlung integriert sind.
Die Musik dieses Genres triumphierte in den Kinosälen und erreichte Millionen, ihre Verbreitung durch Radio und Schallplatte steigerte die Popularität beliebter Leinwandstars wie Lilian Harvey und Willy Fritsch.
Die Ufa-Produktionsgruppe um Erich Pommer mit dem Komponisten Werner Richard Heymann war ein besonders kreatives Zentrum für die Herstellung dieser Erfolgsfilme. 1927 aus Hollywood nach Deutschland zurückgekehrt, brachte Pommer von dort das Instrument der Drehpläne mit, welches eine effektive Arbeitsorganisation ermöglichte. Zeitgleich wurde in den von der Ufa errichteten Babelsberger Tonfilmstudios das Lichttonverfahren verfeinert. Für den internationalen Markt entstanden am selben Set französische und englische Sprachfassungen. So wurden Tonfilmoperetten
wie DER KONGRESS TANZT (1931, Erik Charell) zu Welterfolgen. |
|
|


Blicke in die Ausstellung, Bereich „Tonfilmoperette"
Fotos: Marian Stefanowski |