AUSSTELLUNGEN
Sonderausstellung Film
film.geschichte:
„Wenn ich sonntags in mein Kino geh'“. Ton – Film – Musik 1929-1933
4: Großstadtlichter
Die Tonfilmoperette war geprägt durch die großstädtische Kultur der Weimarer Republik, deren Kreativität sich in der Metropole Berlin konzentrierte. Friedrich Hollaender und Werner Richard Heymann brachten den satirischen Witz des Kabaretts in den Film ein. Frivolität, Raffinesse und der parodistische Umgang mit Modeerscheinungen entsprachen dem Geist der Revue- und Operetteninszenierungen Erik Charells.
Die Lewis-Ruth-Band begleitete nicht nur die Uraufführung von Brecht/Weills Die Dreigroschenoper (1928), sondern spielte auch im Film DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930, Wilhelm Thiele), der die Zuschauer in die Welt mondäner Nachtklubs mitnimmt. Als Ausdruck wilden Großstadtlebens hielt der Jazz, von afroamerikanischen Künstlern in Europa verbreitet, Einzug in Filme wie EINBRECHER (1930, Hanns Schwarz). Auch die Matadore der Salonorchester wie Marek Weber, Dajos Béla und Leo Monosson waren auf der Leinwand zu sehen.
IHRE MAJESTÄT DIE LIEBE (1931, Joe May) und andere Tonfilmoperetten spiegeln den Glanz der Tanzpaläste wider. Doch erscheint die Welt der Reichen oft ironisch gebrochen: Auch bei ihnen klopft schon der Gerichtsvollzieher an. |
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Blicke in die Ausstellung, Bereich „Großstadtlichter"
Fotos: Marian Stefanowski |