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AUSSTELLUNGEN

Sonderausstellung Film

 

film.geschichte:
„Wenn ich sonntags in mein Kino geh'
. Ton – Film – Musik 1929-1933

 

5: Walzerträume

Wien war neben Berlin die zweite Inspirationsquelle der Tonfilmoperette. Doch während Jazz und Kabarett für das Berliner Lebensgefühl standen, prägten Heurigenromantik und Dreivierteltakt das Bild von Wien. Das „Alt Wien“ der k.u.k.-Monarchie stellte in Zeiten der wirtschaftlichen Krise für die Tonfilmoperette ein verlorenes Paradies, eine heile Welt dar.

Die Einführung des Tonfilms markierte in Wien zugleich den Niedergang der Operettenkultur. Aus Unterhaltungsbühnen wie dem „Apollo“ wurden Lichtspielhäuser. Im ehemaligen „Johann Strauß-Theater“, nun Lichtspielpalast „Scala“, fand 1931 die Uraufführung von Erik Charells DER KONGRESS TANZT statt. Künstler wie der Komponist Robert Stolz, die Schauspieler Willi Forst und Paul Hörbiger und der Autor Walter Reisch verließen die Donaumetropole und wechselten zum deutschen Film. Viele von ihnen arbeiteten in Berlin für die kleine Super-Film GmbH, die 1930 mit ihrer ersten Tonfilmoperette ZWEI HERZEN IM 3/4 TAKT (Regie: Geza von Bolvary) der Ufa Konkurrenz zu machen begann.

Während Filme wie DER KONGRESS TANZT (1931) oder ICH UND DIE KAISERIN (1933, Friedrich Hollaender) die Wien-Klischees zwar bedienen, aber auch ironisch brechen, frieren die in Wien spielenden Tonfilmoperetten nach 1933 die Stereotype ein. Carl Lamačs Verfilmung der Operette IM WEISSEN RÖSSL (Österreich/Deutschland 1935) domestizierte alles Frivole und Groteske. Die jüdischen Urheber des Stücks blieben ungenannt.

 

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Blicke in die Ausstellung, Bereich „Walzerträume"
Fotos: Marian Stefanowski

 


 

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1: Prolog

 

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2: Tonfilmoperette

 

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3: Krise

 

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4: Großstadtlichter

 

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5: Walzerträume

 

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6: Epilog