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Zen Dojo Karlsruhe
Scheffelstraße 53
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Zen

Der Ursprung des Zen geht auf die Erweckung von Buddha Shakyamuni zurück, der vor ca. 2500 Jahren die Praxis des Zen entdeckte und verwirklichte. Diese Praxis des Zazen ist der Ursprung der gesamten buddhistischen Lehre, die später von Buddha und seinen Schülern schriftlich und mündlich weitergegeben wurde und aus der die zahlreichen Traditionen des Buddhismus entstanden.
Die Essenz des Zen ist jenseits jeder Religion, jenseits aller Ismen und Systeme, denn Zazen ist die Praxis, wodurch der Übende selbst zum Ausdruck der Lehre in ihrer höchsten und reinsten Form wird. Dadurch konnte das Zen über viele Generationen hinweg seine Lebendigkeit und Frische bewahren, ohne zu degenieren, und ist nicht in einem System stagniert, wie dies in vielen Religionen der Fall ist.


Die Verwirklichung des Zen findet allerdings nicht nur in der stillen Meditation statt, sondern erstreckt sich auf alle Bereiche des Alltags. Selbst die profansten Tätigkeiten, die wir sonst oft nur nebenbei tun, sei es essen, Auto fahren, laufen oder arbeiten, werden zur Quelle des Erwachens. So antwortete Joshu, ein Zen-Meister aus dem alten China, auf die Frage, was denn der Weg des Zen sei: "Der alltägliche Geist ist der wahre Weg". Dies bringt sehr gut zum Ausdruck, dass es sich beim Zen nicht um einen weltfremden Weg handelt, der nur abgesondert von der Gesellschaft verwirklicht werden kann, sondern dass es ein Weg ist der unser gesamtes Leben in jedem Augenblick hier und jetzt durchdringt.


Die Frage was denn nun "Zen" eigentlich ist, kann nur bedingt beantwortet werden, da dessen Essenz letztendlich jenseits unseres begrifflichen Denkens, jenseits unseres Logos liegt. Zen fängt da an, wo das dualistische Denken aufhört, umfasst dieses aber doch vollständig. Zen ist eine Sache der Praxis und keine Philosophie oder ein festes Lehrsystem. Es geht im Zen aber auch nicht darum zu praktizieren, um etwas zu erreichen, sei es ein besonderer Bewusstseinszustand oder gar die oft missverstandene "Erleuchtung", sondern um die Praxis selbst, die die Verwirklichung des Erwachens ist.


So sind Praxis und Erwachen nicht voneinander getrennt, sondern eins. Diese Praxis des Zazen, dieses Erwachen besteht darin, zur Lebenswirklichkeit zu erwachen und unsere Gedanken fallen zu lassen. Denn genau in diesem Moment aktualisiert sich das Erwachen vollständig.


Die Essenz des Zen wurde von Patriarch zu Patriarch, von Herz zu Herz (i shin den shin) weitergegeben, und ist so bis heute lebendig und frisch geblieben. So hat Buddha Shakyamuni, als er sein Ende kommen sah, seine Schüler auf dem Geierberg versammelt um einen Nachfolger zu bestimmen. Er nahm eine Lotusblume in die Hand und drehte diese zwischen seinen Fingern. Niemand verstand, außer Mahakasyapa, der lächelnd zu Shakyamuni blickte. So wurde Mahakasyapa der erste Patriarch des Zen und Buddha Shakyamuni überreichte ihm seine Schale und sein Gewand, die bis heute die Symbole der Weitergabe sind.
Mahakasyapa selbst bestimmte später Ananda zu seinem Nachfolger, und so ging die Weitergabe des Zen in Indien von Patriarch zu Patriach weiter bis zum 28ten Patriarchen Bodhidharma, der das Zen schließlich nach China brachte.