AUSSTELLUNGEN
Ausstellungen 2005
Hildegard Knef. Eine Künstlerin aus Deutschland
Sonderausstellung zum 80. Geburtstag
24. November 2005 bis 1. Mai 2006
>> Filmreihe
>> Presseresonanz
Sie war der erste deutsche Filmstar nach 1945, die „Sünderin“, umjubelt am
Broadway, eine Stilikone der sechziger Jahre, die Königin der
Boulevard-Presse: Hildegard Knefs Karriere als Schauspielerin, Sängerin
und Autorin war vom Erfolg ebenso geprägt wie vom Scheitern, und an
beidem ließ sie die Öffentlichkeit teilhaben.
In
einer Sonderausstellung ehrte das Filmmuseum Berlin ab dem 24. November
2005 die Künstlerin, die im Dezember 2005 ihren 80. Geburtstag gefeiert
hätte.
Hildegard Knef ließ sich nicht festlegen auf eine
Rolle, auf ein künstlerisches Ausdrucksmittel oder einen
Aufenthaltsort. Sie spielte im ersten deutschen Nachkriegsfilm DIE
MÖRDER SIND UNTER UNS (Wolfgang Staudte, 1946), trat Mitte der
fünfziger Jahre über sechshundert Mal als Ninotschka im Broadwaymusical
„Silk Stockings“ auf, drehte Filme in Frankreich, Italien, England,
Deutschland und Hollywood. Es folgten Konzert- und Theatertourneen;
legendär ist der Gesangsauftritt 1968 in der Berliner Philharmonie. Mit
der Veröffentlichung ihrer Autobiografie Der geschenkte Gaul startete
Hildegard Knef 1970 die dritte erfolgreiche Karriere als Buchautorin.
In den achtziger und neunziger Jahren überraschte sie die
Öffentlichkeit mit ihren Gemälden und einer eigenen Modekollektion;
dennoch ist ihre Karriere von Scheitern ebenso geprägt wie von Erfolg.
In zehn Stationen widmete sich die Sonderausstellung einer Wanderin
zwischen den Welten, deren private und öffentliche Biografie eng mit
der bundesdeutschen Kultur- und Mediengeschichte verbunden ist.
Unveröffentlichte Fotos, Showkleider, Modeentwürfe von Pierre Balmain,
Briefe von Henry Miller, Carl Zuckmayer, Carlo Schmid und Marlene
Dietrich sowie weitere attraktive Exponate aus dem Knef-Nachlass wurden
ergänzt von einer Medieninstallation mit Film-, TV- und Showaufnahmen
aus fünf Jahrzehnten.

Medienpartner des Filmmuseums Berlin
im Rahmen der Ausstellung